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Funktionsprinzip b4p storage

Eine grüne Vision und eine zukunftsweisende Idee verfolgt die EWE GASSPEICHER: In zwei Kavernen unter der norddeutschen Tiefebene soll die weltgrößte Batterie für elektrischen Strom aus grüner Energie entstehen: brine4power. 700 Megawattstunden könnte die Megabatterie zukünftig speichern. Genügend Energie, um 75.000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen.

Im Zuge der Energiewende stellt der Ausbau der erneuerbaren Energien Energieversorger, Städte und Kommunen vor eine neue Herausforderung. Denn: Elektrische Energie ließ sich bisher nur sehr schlecht speichern. Solange Strom überwiegend aus fossilen Brennstoffen erzeugt wurde, konnten Schwankungen zwischen der erzeugten und tatsächlich verbrauchten Strommenge relativ einfach über das Hoch- oder Herunterfahren von Kraftwerken geregelt werden. Positive oder negative Regelenergien sorgten in diesen Fällen für einen entsprechenden Ausgleich.

Erneuerbare Energien sind emissionsarm und klimafreundlich. Aber ihre Leistung bleibt wetterabhängig. An sonnen- und windstarken Tagen kann die ins Stromnetz eingespeiste Energiemenge deutlich über dem Bedarf liegen. Wenn aber weder der Wind kräftig genug weht noch die Sonne intensiv genug scheint, steht unter Umständen nicht genügend Energie zur Verfügung. Hier helfen nur Speicher, um Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen.

Die EWE GASSPEICHER ist Spezialist für große Speicheranlagen. Mit brine4power wird es erstmalig möglich sein, Wind- und Sonnenenergie in großen Mengen zu speichern. Grundlage der neuartigen Technologie ist die von der Friedrich Schiller Universität in Jena weiter entwickelte Technik der Redox-Flow-Batterien. Dabei wird Strom in Salzlösungen gespeichert, welche mit Polymeren versetzt sind.

Und so funktioniert es: Zwei Behälter mit den Speicherflüssigkeiten und mehreren elektrochemischen Zellen bilden eine Batterieeinheit. Eine Membran trennt die beiden Salzlösungen in den Zellen – den Katholyt und Anolyt. Wird die Batterie aufgeladen, geben die Polymere im Katholyt durch Oxidation ihre Elektronen über den elektrischen Anschluss an die Polymere im Anolyt ab, die damit reduziert werden. Die aufgeladenen Polymere werden anschließend in einem fortwährenden Fluss oder Flow aus der Zelle in die Speicherbehälter gepumpt und durch ungeladene ersetzt. Bei der Entladung der Batterie ist der Weg genau anders herum. Der Anolyt gibt dann seine Elektronen wieder ab, die als Strom zur Verfügung stehen und am Ende wieder zum Katholyt gehen
Gleichzeitig wird durch die Membran ein Ionenaustausch stattfinden, damit beide Elektrolyte einen neutralen Ladungzustand haben.

Das Einzigartige an den neuen RedoxFlow-Batterien: Ihre maximale Speicherkapazität wird nur von der Größe der Speicherbehälter limitiert. Die Leistung hängt ab von der Durchflussleistung, der Anzahl undder Größe der elektrochemischen Zellen, die auch Stacks genannt werden.

EWE GASSPEICHER plant Kavernen mit einem Volumen von 100.000 Kubikmetern. Sie lassen sich aber noch erheblich größer bauen. Da sie sich in Salzstöcken befinden, kommt die für die Megabatterie benötigte Sole oder engl. brine direkt aus den Kavernen.
Die Kosten einer Kavernenbatterie pro Kilowatt Leistung entsprechen etwa denen von Pumpspeicherkraftwerken oder herkömmlichen Batterien. Die neuen Megabatterien haben aber dennoch einen enormen Vorteil: Aufgrund ihrer Möglichkeit, große Energiemengen zu speichern, wird brine4power unschlagbar günstig sein.

brine4power ist die Idee für einen kostengünstigen, sichereren und vor allem nachhaltigen, und langlebigen Stromspeicher. In Kombination mit einem passend dimensionierten Windpark ersetzt jede Batterie ein regelbares 120 Megawatt-Kraftwerk.
brine4power: das fehlende Puzzlestück zum Gelingen der Energiewende.